
Die Stadtwerdung jährte sich zum 99. Mal
Eine besondere Essensausgabe am DRK-Bus
An der Mondrittertafel am Buschmannshof gab es am ersten Dienstag im April 2025 ein großes Hallo. Zwar warteten hier, wie jeden Dienstag, Menschen, denen es im Leben nicht so gut geht, auf den Wärmebus und Frauke Wichard und ihr Team, aber einiges war dennoch anders.
Die Mondritter, die die Essensausgabe für das Jahr 2025 finanzieren (halloherne berichtete), hatten sich für diesen Tag etwas Besonderes einfallen lassen.

Ein Geburtstagskind, das es nicht mehr gibt
Horst Schröder erklärt im Gespräch mit halloherne: „Genau heute vor 99 Jahren wurde die Stadt Wanne-Eickel ‚'geboren‘ und für uns als Mondritterschaft von Wanne-Eickel ist es natürlich ein Muss, diesen Geburtstag zu feiern – auch wenn es die Bindestrichstadt ja eigentlich nicht mehr gibt.“
Wie gefeiert werden sollte, das war für die Ritter der Runde recht schnell klar. Volker Lange dazu: „Natürlich wollten wir gemäß unserer Satzung auch an diesem Tag Gutes tun, daher haben wir ein besonderes Essen für die Menschen hier bestellt.“ Aufgetischt wurde serbische Bohnensuppe.
Außerdem holten sie ihren Kooperationspartner – die Sparda-Bank – mit ins Boot, die für Sitzgelegenheiten und ein Partyzelt sorgte. Die passende Dekoration stammt von Edith Koch und Brigitte Wrobel, den Frauen der Wanner Kreativwerkstatt.

Zudem brachten die Mondritter für jeden Gast Geburtstagsgeschenke mit, die von Frauke Wichard verteilt wurden: einen Gutschein vom Drogeriemarkt dm, Duschlotion, Shampoo, Deo und kleinere Proben.
50 Geburtstags-Gäste
Rund 50 Menschen haben sich an diesem Dienstag bei schönstem Sonnenschein und einem frischen Wind am Buschi eingefunden und freuen sich über eine doppelte Portion Suppe, Kaffee und Apfelkuchen mit Streuseln. Es herrscht ein reges Treiben und mittendrin ist Frauke Wichard, wie immer viel umlagert und gesprächsbereit für alle.
'Ohne DRK und Stadt ginge es hier nicht‘
Die Flugbegleiterin kommt gerade von einem Arbeitseinsatz zurück und wirkt trotz der Wuselei recht entspannt. Sie freut sich: „Ich finde es super, dass die Essensausgabe weitergehen kann.“ Allerdings ist es ihr auch genauso wichtig zu betonen: „Ohne das DRK und auch ohne die Stadt Herne wäre das hier alles nicht möglich.“
So stellt das DRK nicht nur den Bus samt Fahrer zur Verfügung, in der Küche in der Bergmannstraße wird zudem auch das Essen für die Aktion gekocht. Zudem würde die Stadt Herne im Prinzip immer recht unbürokratisch die Sondergenehmigungen für den temporären Standplatz genehmigen.

1926 die Geburt der Stadt Wanne-Eickel...
Man schrieb das Jahr 1926, als die beiden Ämter Wanne und Eickel zu einer kreisfreien Stadt vereinigt wurden. Um es ganz genau zu sagen, es war der 1. April 1926, als die Bindestrichstadt Wanne-Eickel, die nach dem 2. Weltkrieg sogar zur Großstadt erhoben wurde, geboren ward.
... und der Niedergang
Allerdings sollte Wanne-Eickel nicht einmal 50 Jahre als eigenständige Stadt bestehen. Am 1. Januar 1975 war der Bindestrich Geschichte und die 'neue' (Gesamt-) Stadt Herne wurde aus der Taufe gehoben. Wanne und Eickel sind seitdem zwei der insgesamt vier Stadtbezirke der fusionierten Städte Herne und Wanne-Eickel.
