
Workshop, um Alterseinsamkeit zu verringern
Gemeinsam statt einsam
Wie kann der Austausch zwischen Generationen helfen, Alterseinsamkeit zu verringern? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines interaktiven Workshops, bei dem Jugendliche, Senioren und Fachleute gemeinsam kreative Lösungen entwickelten.
Der Workshop, organisiert vom Berliner Bund für Bildung und dem DRK Kreisverband Herne Wanne-Eickel, brachte junge und ältere Generationen zusammen, um über die Herausforderungen und Chancen von Einsamkeit im Alter zu sprechen. Dabei wurden neue Ideen gesammelt, um Seniorinnen und Senioren besser in das gesellschaftliche Leben einzubinden und den Dialog zwischen Alt und Jung zu fördern.
Ein wachsendes gesellschaftliches Problem
„Einsamkeit im Alter ist ein wachsendes gesellschaftliches Problem. Doch wenn wir Kinder und Jugendliche für das Thema sensibilisieren, können wir nachhaltige Veränderungen bewirken“, erklärte Karoline Zielonka vom Bund für Bildung. Gemeinsam mit Experten aus der St. Elisabeth-Gruppe und dem DRK erarbeiteten die Teilnehmenden generationenübergreifende Freizeitprojekte.
Besonders beeindruckend waren die Ideen der Jugendlichen des Gymnasiums Wanne im Alter von 14 bis 16 Jahren, die zum Ende des Schuljahres ein Sozialpraktikum absolvieren. Das Gymnasium Wanne ist die einzige Schule in Herne, die so etwas anbietet: Sie schlugen unter anderem einen mobilen Escape-Room vor, der Vergangenheit und Gegenwart über das Thema Märchen zusammenführt, sowie einen Ausflug mit Erfahrungsaustausch von Zeitzeugen aus Beruf und Alltag, beginnend am Gymnasium Wanne bis zum Heimatmuseum Unser Fritz. Aus dieser Zeitreise soll ein bebildertes Tagebuch entstehen.
„Es macht Spaß, mit den älteren Menschen Zeit zu verbringen. Sie haben so viele spannende Geschichten zu erzählen!“, sagte eine Schülerin begeistert.
Ein positiver Ausblick
Der Workshop endete mit einem positiven Ausblick: Die entwickelten Konzepte sollen nun durch eine Förderung der Stiftung Deutsche Fernsehlotterie weiter ausgearbeitet und in zwei Pilotprojekten umgesetzt werden. „Wir haben heute gesehen, wie wertvoll der Austausch zwischen den Generationen ist. Unser Ziel ist es, nachhaltige Strukturen zu schaffen, die Alterseinsamkeit aktiv entgegenwirken“, resümierte Jacek Michalak, Leiter der Senioreneinrichtung der St. Elisabeth-Gruppe.
Das Projekt wird gefördert mit Mitteln der Deutschen Fernsehlotterie. Co-Förderer ist die St. Elisabethgruppe. Der gemeinnützige Verein Bund für Bildung e.V. setzt gesellschaftlich relevante Themen in Bildungsprojekte um. Ziel ist es, Kinder, Jugendliche und Erwachsene darin zu unterstützen, am politischen, kulturellen, wirtschaftlichen und sozialen Leben teilzunehmen. Mehr Informationen unter: bundfuerbildung.de.