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Das ehemalige Hafthaus neben dem Amtsgericht am Friedrich-Ebert-Platz wird modernisiert und erhält einen Neubau.

Projektgesellschaft baut zusätzlich ein neues Gebäude am Bergelmanns Hof

Im alten Hafthaus entstehen Miet-Apartments

Nach rund 15 Jahren Leerstand kommt wieder Bewegung in das historische alte Hafthaus am Bergelmanns Hof in der Innenstadt. Die neugegründete Projektgesellschaft Projekt Bergelmanns Hof 6 GmbH & Co. KG investiert durch Privatpersonen rund sieben bis acht Millionen Euro, um einerseits die alten Zellen umzubauen und zu sanieren, damit dort rund 40 Micro Apartments zum Mieten entstehen. Zusätzlich wird die Garage und die Toreinfahrt abgerissen, um dort einen Neubau mit 44 weiteren Apartments im Modulbau-Stil zu errichten. Die frisch unterzeichneten Verträge und Pläne stellten am Freitag (28.8.2020) Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda und sowie die Projektentwickler Florian Krutemeyer und Sebastian Fesser vor.

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2017 startete der Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) des Landes NRW als Eigentümer der Immobilie eine Ausschreibung zur weiteren Nutzung. Nun haben Fesser und Krutemeyer den Zuschlag bekommen. „Als ich das Gebäude das erste Mal sah, hat es Emotionen in mir geweckt. Es ist perfekt in der Innenstadt gelegen und hat eine schöne Architektur“, erläuterte Fesser über die Ursprünge der Idee. „Wir wollen ein Produkt entwickeln, welches energetisch, modern und technisch passt.“

Blick durch die Gitterstäbe in den Hof.

Das Gebäude mit Baujahr 1918 war in den letzten Jahren der Nutzung, die bis 2005 andauerte, eine Jugendarrestanstalt. Zudem werden noch drei Vorführzellen für das Amtsgericht genutzt, um kurze Aufenthaltsorte für Verhandlungen zu gewährleisten - dies bleibt auch noch nach dem Umbau für ein bis zwei Jahre so. „Innen sieht es aus wie ein Knast. Dennoch wollen wir manche Zellen zusammenlegen, aber die historische Bausubstanz erhalten und den Backsteincharakter herausarbeiten. Es soll eine Mischung von modern und historisch werden“, führte Fesser aus. Auch wenn das Gebäude innen und außen unter Denkmalschutz steht, sind alle Probleme dahingehend geklärt.

Die Micro Apartments sollen als Zielgruppe vor allem Studenten und Pendler haben. Auf vier Etagen entstehen Einzel-, Doppel- und Maisonette-Apartments, die zusammen rund 1.000 Quadratmeter nutzbare Wohnfläche aufweisen. Auf dem derzeitigen Parkplatz entstehen die zusätzlichen Apartments mit dem Neubau im KfW-40-Standard.

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Das Hafthaus in Herne Mitte - ehemaliges Polizeigefängnis - aufgenommen im September 2007 von Wolfgang Quickels.

Foto:  Wolfgang Quickels

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Foto:  Wolfgang Quickels

Das Hafthaus in Herne Mitte - ehemaliges Polizeigefängnis - aufgenommen im September 2007 von Wolfgang Quickels.

Foto:  Wolfgang Quickels

Das Hafthaus in Herne Mitte - ehemaliges Polizeigefängnis - aufgenommen im September 2007 von Wolfgang Quickels.

Foto:  Wolfgang Quickels

Das Hafthaus in Herne Mitte - ehemaliges Polizeigefängnis - aufgenommen im September 2007 von Wolfgang Quickels.

Foto:  Wolfgang Quickels

Das Hafthaus in Herne Mitte - ehemaliges Polizeigefängnis - aufgenommen im September 2007 von Wolfgang Quickels.

Foto:  Wolfgang Quickels

Das Hafthaus in Herne Mitte - ehemaliges Polizeigefängnis - aufgenommen im September 2007 von Wolfgang Quickels.

Foto:  Wolfgang Quickels

Das Hafthaus in Herne Mitte - ehemaliges Polizeigefängnis - aufgenommen im September 2007 von Wolfgang Quickels.

Foto:  Wolfgang Quickels

Das Hafthaus in Herne Mitte - ehemaliges Polizeigefängnis - aufgenommen im September 2007 von Wolfgang Quickels.

Foto:  Wolfgang Quickels

Das Hafthaus in Herne Mitte - ehemaliges Polizeigefängnis - aufgenommen im September 2007 von Wolfgang Quickels.

Foto:  Wolfgang Quickels

Das Hafthaus in Herne Mitte - ehemaliges Polizeigefängnis - aufgenommen im September 2007 von Wolfgang Quickels.

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Das Hafthaus in Herne Mitte - ehemaliges Polizeigefängnis - aufgenommen im September 2007 von Wolfgang Quickels.

Foto:  Wolfgang Quickels

Das Hafthaus in Herne Mitte - ehemaliges Polizeigefängnis - aufgenommen im September 2007 von Wolfgang Quickels.

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Das Hafthaus in Herne Mitte - ehemaliges Polizeigefängnis - aufgenommen im September 2007 von Wolfgang Quickels.

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Das Hafthaus in Herne Mitte - ehemaliges Polizeigefängnis - aufgenommen im September 2007 von Wolfgang Quickels.

Foto:  Wolfgang Quickels

Das Hafthaus in Herne Mitte - ehemaliges Polizeigefängnis - aufgenommen im September 2007 von Wolfgang Quickels.

Foto:  Wolfgang Quickels

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Das Hafthaus in Herne Mitte - ehemaliges Polizeigefängnis - aufgenommen im September 2007 von Wolfgang Quickels.

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Das Hafthaus in Herne Mitte - ehemaliges Polizeigefängnis - aufgenommen im September 2007 von Wolfgang Quickels.

Foto:  Wolfgang Quickels

Das Hafthaus in Herne Mitte - ehemaliges Polizeigefängnis - aufgenommen im September 2007 von Wolfgang Quickels.

Foto:  Wolfgang Quickels

Das Hafthaus in Herne Mitte - ehemaliges Polizeigefängnis - aufgenommen im September 2007 von Wolfgang Quickels.

Foto:  Wolfgang Quickels

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Foto:  Wolfgang Quickels

Das Hafthaus in Herne Mitte - ehemaliges Polizeigefängnis - aufgenommen im September 2007 von Wolfgang Quickels.

Foto:  Wolfgang Quickels

Das Hafthaus in Herne Mitte - ehemaliges Polizeigefängnis - aufgenommen im September 2007 von Wolfgang Quickels.

Foto:  Wolfgang Quickels

Das Hafthaus in Herne Mitte - ehemaliges Polizeigefängnis - aufgenommen im September 2007 von Wolfgang Quickels.

Foto:  Wolfgang Quickels

Das Hafthaus in Herne Mitte - ehemaliges Polizeigefängnis - aufgenommen im September 2007 von Wolfgang Quickels.

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Das Hafthaus in Herne Mitte - ehemaliges Polizeigefängnis - aufgenommen im September 2007 von Wolfgang Quickels.

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Das Hafthaus in Herne Mitte - ehemaliges Polizeigefängnis - aufgenommen im September 2007 von Wolfgang Quickels.

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Das Hafthaus in Herne Mitte - ehemaliges Polizeigefängnis - aufgenommen im September 2007 von Wolfgang Quickels.

Foto:  Wolfgang Quickels

Die Firma Aktivhaus würde dafür per Modulbau quasi fertige Teile anliefern, die vor Ort noch zusammengesetzt werden. Dafür müssten allerdings rund zehn Nächte lang mehrere Schwertransporter und ein Schwerlastkran ihre Fahrten und Arbeiten verrichten.

Angepeilt ist ein erster Fertigstellungstermin bereits für Ende 2021, der Start soll Ende des Jahres erfolgen. „Wenn die Planung und die Baugenehmigung vorhanden sind, stehen die Modulbau-Apartments in rund sechs Monate“, sagte Florian Krutemeyer. Auch hierfür sind zum Beispiel Bewohner der Journalistenschule, Gastprofessoren, Montagearbeiter oder weitere Nutzer angedacht. „Allerdings sind auch langfristige Mieter willkommen, nicht nur Personen, die einige Wochen in der Stadt sind.“

So sah es 2007 in den Zellen aus.

Angepeilt ist eine Monatsmiete von rund 600 Euro - dafür gibt es aber laut den Entwicklern „all in“, das heißt, die Zimmer sind voll möbiliert, mit Internet ausgestattet, Waschmöglichkeiten soll es geben und weitere Vorteile. Mit einer Größe zwischen 20 bis 40 Quadratmetern sind sie auf Hotelzimmer und Suiten-Größe angesiedelt.

Oberbürgermeister Dudda freute sich über den Abschluss des dreijährigen Wartens auf eine neue Nutzung: „Das fördert die Stadtentwicklung und ergibt neue Kaufkraft für die Innenstadt, da die Wege sehr kurz sind. In diesem Projekt gehen die Ideen der Stadt Herne bezüglich grün, mittendrin, urban, modern und umweltgerecht auf.“

Freitag, 28. August 2020 | Autor: Marcel Gruteser