
Beckmann-Damen haben Heimspiele
Maja und Lina am Schauspielhaus
Das Schwesterpaar Maja und Lina Beckmann ist zusammen mit drei Brüdern in einem Zechenhaus in Holsterhausen aufgewachsen und hat die Hibernia-Schule besucht. Nach Anfängen am Schauspielhaus Bochum haben sie sich fern der Heimat zu den profiliertesten, vom Publikum verehrten und vielfach ausgezeichneten Schauspielerinnen im deutschsprachigen Raum entwickelt. Jetzt haben die Beiden Heimspiele an der Bochumer Königsallee.
Zunächst ist die Jüngere der Schwestern, Lina, am Sonntag, 29. Januar 2023, um 11:30 Uhr beim Talk mit Dr. Nobert Lammert zu Gast. Nach zwei ausverkauften Vorstellungen gastiert Maja Beckmann in der Züricher Produktion „Einfach das Ende der Welt“ von Donnerstag bis Samstag, 8. bis 11. März 2023, viermal an alter Wirkungsstätte. Gespielt wird en suite, der Vorverkauf unter Tel 0234 – 33 33 55 55 hat bereits begonnen. Da heißt es rasch Karten sichern.
Ein Gast. Eine Stunde

Ein Gast, seine Biografie und eine gute Stunde Zeit: In der Reihe „Ein Gast. Eine Stunde“ lädt Bundestagspräsident a. D. Norbert Lammert zum Gespräch in die Kammerspiele des Schauspielhauses Bochum an der Königsallee ein. Jeweils eine Persönlichkeit aus Kultur, Wirtschaft oder Politik berichtet von prägenden Ereignissen in ihrem Leben und diskutiert mit dem Gastgeber gesellschaftliche und politische Entwicklungen.
Wenn Lammert am kommenden Sonntag, 29. Januar 2023, Lina Beckmann zum persönlichen Gespräch begrüßt, dann trifft er auf eine 41-jährige Schauspielerin, die zu den faszinierendsten Künstlerinnen ihrer Generation zählt und seit ihrer Bochumer Zeit eine beispiellose Karriere hingelegt hat. Am Schauspielhaus Bochum, dem „Theater des Jahres 2022“, war Lina Beckmann, von den Kritikern im deutschsprachigen Raum gleichzeitig zur „Schauspielerin des Jahres“ gewählt, in der Intendanz von Matthias Hartmann fest engagiert.
Gemeinsam mit ihren Geschwistern, die allesamt dem Theater und Film verbunden sind, hat Lina Beckmann 2009 das Kollektiv „Herner Spielkinder“ gegründet. Zusammen wirkten sie auch an der Roman-Verfilmung „Junges Licht“ mit. In der Rolle der Kommissarin Melly Böwe ist Beckmann seit 2022 neue Ermittlerin im Rostocker Polizeiruf 110, wo sie den ausgeschiedenen Charly Hübner ersetzt - der, ganz nebenbei, nicht nur in etlichen Theaterinszenierungen, sondern auch im Privaten der Mann an Lina Beckmanns Seite ist.
Einfach das Ende der Welt
In der preisgekrönten Inszenierung von Christopher Rüping „Einfach das Ende der Welt“ nach einem Stück des Franzosen Jean-Luc Lagarce kehrt der Sohn nach zwölf Jahren zu seiner Familie zurück, von der er als junger Mann enttäuscht weggezogen ist. Alle Familienmitglieder haben seitdem unterschiedliche Leben geführt und versuchen nun eine Wiederbegegnung. Maja Beckmann spielt die Schwägerin des Sohnes. Von 2001 bis 2013 gehörte sie zum Ensemble des Schauspielhaus Bochum, wo sie sich rasch zum Publikumsliebling entwickelte.
In einem sehr langen, offenherzigen Gespräch mit Bochums Chefdramaturg Vasco Boenisch erzählt die 46-Jährige von ihrer Kindheit in Herne, ihrer Verankerung in der Familie, ihrer besonderen Verbindung zur Schwester Lina und was es bedeutet, von zu Hause wegzugehen – und heimzukommen. Das Interview ist auf der Homepage des Theatertempels unserer Nachbarstadt unter dem Link schauspielhausbochum.de/de/news/10280/ zu finden.
Dort berichtet Maja auch von der künstlerischen Freiheit, die ihr am Züricher Schauspielhaus ermöglicht wird. Etwas, das ihre Schwester Lina aus Köln und Hamburg so nicht kennt. 2004, am Beginn ihrer Karrieren, standen die beiden zusammen in dem Stück „Titanic“ in Bochum auf der Bühne. „Es ist an der Zeit, diesmal wieder zu tun“, befindet die ältere Schwester. Kann nur gut werden, wird der geneigte Theatergänger sagen und sich drauf freuen, wenn es möglich werden sollte.
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- Sonntag, 29. Januar 2023, um 11:30 Uhr
- Mittwoch, 8. März bis Samstag, 11. März 2023