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Am Dienstag (1.4.2025) erfolgte die Grundsteinlegung der künftigen HSPV NRW. Beim einlassen der Zeitkapsel packten alle mit an: (v.l.) Bernd Holtwick (Hochtief-Manager), OB Dr. Frank Dudda, Arnsbergs Regierungspräsident Heinrich Böckelühr, Martin Bornträger ( Präsident der HSPV NRW) und NRW-Innenminister Herbert Reul.

Grundsteinlegung erfolgte am Funkenbergquartier

Nächster Meilenstein für die künftige HSPV

Es geht mit großen Schritten voran. Am Dienstag (1.4.2025) erfolgte die Grundsteinlegung für die geplante Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung (HSPV) auf dem Gelände des Funkenbergquartiers. Nahezu alle bekannten Gesichter der Herner Stadtgesellschaft ließen es sich nicht nehmen, bei diesem Termin dabei zu sein. Mit dem Bau ist im Übrigen das Essener Unternehmen Hochtief beauftragt.

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Es war für alle am Bau beteiligten Menschen ein Tag der Freude, aber auch der Erleichterung. Denn zur Erinnerung: Der Weg von Herne zum Hochschulstandort war alles andere als einfach. Nachdem Herne im Januar 2022 den Zuschlag für die Hochschule bekam (halloherne berichtete), wollte dies der unterlegene Bieter für den Gelsenkirchener Standort nicht hinnehmen. Zunächst reichte er einen Nachprüfungsantrag an die Vergabekammer ein, doch diese lehnte Mitte Juni 2022 nach Prüfung den Antrag ab (halloherne berichtete). Danach reichte der unterlegene Bieter beim Oberlandesgericht Düsseldorf Klage ein. Diese zog er allerdings im Mai 2023 zurück (halloherne berichtete). Somit war dann der Weg für die HSPV am Standort Herne frei.

'Großer Tag für Herne'

Mit diesen Ereignissen im Hinterkopf, war allen Beteiligten eine gewisse Erleichterung sichtlich anzumerken. So kam Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda an diesem Tag aus dem Strahlen gar nicht mehr heraus. „Es ist ein großer Tag für Herne, dass sich die größte Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung NRWs hier ansiedelt“, zeigte sich der OB sichtlich glücklich.

OB Dr. Frank Dudda zeigte sich schon mal mit dem nicht autorisierten Schild 'Herne - Hochschulstandort'.

Auch NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) machte sich an diesem Tag auf nach Herne und erinnerte daran, dass es eine der wichtigsten Baustellen in NRW ist. „Immer mehr junge Menschen wollen zur Polizei. Von daher ist es wichtig, dass sie ihre Ausbildung auch in einem modernen Bau absolvieren können“, so Minister Reul.

Dies werden in ein paar Jahren auch schon über 5.000 Studierende auf dem 32.000 Quadratmeter großen Hochschulcampus tun können. Der Hochschulcampus soll unter anderem den Bau der Hörsäle, des Verwaltungsgebäudes, der Mensa, der Bibliothek, Mehrzweckräume und 1.200 Parkplätze umfassen. Arnsbergs Regierungspräsident Heinrich Böckelühr gab schon mal augenzwinkernd das Tempo für die Fertigstellung vor. Laut ihm sollten im Mai 2027 die Arbeiten an der HSPV abgeschlossen sein. Doch vorher müssen noch 22.000 Kubikmeter Beton verbaut werden.

Auch Martin Bornträger, Präsident der HSPV NRW, strahlte an diesem Tag nach eigenen Angaben mit der Sonne um die Wette.

Zeitkapsel unter anderem gefüllt mit Münzen, Zeitung und Grundgesetz

Die Zeitkapsel wurde unter anderem gefüllt mit Münzen, einer Zeitung und einer kleinen Ausgabe des Grundgesetzes.

Bei der feierlichen Zeremonie der Grundsteinlegung wurde zunächst eine Zeitkapsel gepackt. Darin befanden sich Baupläne, Münzen, eine Tageszeitung, ein kleines Stück Baugrund der HSPV Gelsenkirchen sowie ein kleines Grundgesetz, gesponsert von NRW-Innenminister Reul.

Nachdem die Zeitkapsel in den Grundstein gelegt wurde, schlugen die am Bau beteiligten Personen symbolisch mit einem Hammer auf den Stein und verlasen die sechs Glückssprüche. Ebenso las der Polier noch den Segensspruch für das Bauwerk vor und der obligatorische Schnaps wurde gereicht.

Nach dem offiziellen Teil ließen die Gäste den Abend bei leckerem Essen und Getränken sowie guten Gesprächen ausklingen.

Der Bau nimmt langsam schon Formen an.
Mittwoch, 2. April 2025 | Autor: Julia Blesgen