
Herner Künstler zu Gast in Bochum
'Pa(a)rade 2.0' im Kunstbunker
Seit dem Jahr der Kulturhauptstadt Ruhr 2010 gibt es einen regen Austausch zwischen dem Bochumer und dem Herner Künstlerbund. Zuletzt gabs 2019 in der bkb-Galerie13 in der Bochumer City eine Gemeinschaftsausstellung von jeweils vier Bochumer und Herner Künstlern. Seit Mitte 2022 sind die Bochumer in der glücklichen Lage, über eine Ausstellungsfläche von 400 qm zu verfügen, weshalb nun jeweils sieben Künstler beider Städte mit mehr als sechzig Arbeiten vertreten sind.
Hochkarätige Kunst
„Pa(a)rade 2.0“ ist der Titel dieser quantitativ wie qualitativ hochkarätigen Ausstellung, die unterschiedlichste künstlerische Positionen präsentiert – und das paarweise. Dabei haben die beiden Kuratoren, Jacqueline Kraemer und Hassan Jelveh, die Vorsitzenden der Künstlerbünde von Bochum und Herne, die Künstler, die sich zum weitaus größten Teil zum ersten Mal begegnet sind, aus dem Gefühl heraus „gepaart“, Motive oder künstlerische Techniken spielten dabei keine Rolle.
Politisches Duo

Am augenfälligsten ist die Paarbildung im zentralen Raum sechs des Bochumer Kunstbunkers: Sowohl die Bochumerin Lui Kohlmann, eines von drei jungen Ausstellerinnen, die erst kürzlich dem bkb beigetreten sind, als auch der Wanne-Eickeler Jörg Lippmeier sind politisch unterwegs und verwenden Schrift in ihren Bildern. Die diplomierte Absolventin der Bremer Kunsthochschule ist im (digitalen) Bereich Comic, Zine (von engl. Magazine, aber auch Fanzine) und Postcrossing unterwegs, der „Pott-Artist“ und Wörter-Retter Jörg Lippmeyer zeigt unter anderem die Installation „Der Arsch der Welt“ und den Druck „Tüss Donald“, der schmerzlich die Grenzen der Kunst aufzeigt.
Enorme Vielfalt
Ölgemälde und Wandbehänge aus Stoffresten, digitalisierte Lichtbilder und filigrane Fotografiken, Installationen und Objekte, Tempera-Bilder und Steinskulpturen, grafisch-textile Arbeiten und Mischtechniken, Arbeiten auf Polyesterfolie und digital nachbearbeitete Fotografie: „Pa(a)rade 2.0“ bietet eine große Vielfalt an ungewöhnlichem Ort, der übrigens durch eine Fußbodenheizung angenehm temperiert ist – nicht zuletzt der ausgestellten Werke geschuldet.
Sieben Künstler-Paare
Die sieben Künstler-Paare: Fee Bauroth und Hagen Apel, Yvonne Dicketmüller und Daniel Pajonk, Lui Kohlmann und Jörg Lippmeyer, Gabi Moll und Wilhelm Tinnemann, Stefanie Scheifler und Hassan Jelveh, Doris Trzaska und Edelgard Sprengel sowie Daniela Werth und Günter Mottyll. Den sieben jeweils erstgenannten Bochumerinnen stehen demnach sechs Herner und nur eine Hernerin gegenüber.
Vernissage am 4. April 2025

Die Vernissage beginnt am Freitag, 4. April 2025, um 18 Uhr im Kunstbunker an der Baarestraße 68 unweit der Jahrhunderthalle Bochum (öffentliche Verkehrsmittel: U-Bahn-Haltestelle Jacob Meyer Straße). Die Begrüßung übernehmen Jacqueline Kraemer, die 1. Vorsitzende des Bochumer Künstlerbundes, und Hassan Jelveh, der 1. Vorsitzende des Herner Künstlerbundes.
Anschließend ist die Gemeinschaftsausstellung noch bis Samstag, 19. April 2025, zu sehen: samstags von 14 bis 17 Uhr, mittwochs von 16 bis 19 Uhr sowie nach Vereinbarung unter Tel 0171 – 2683535 (Kraemer). Zu den Öffnungszeiten sind stets mindestens zwei Künstler anwesend. Es können auch Gruppenführungen vereinbart werden, als erstes hat sich über das Bochumer Kulturbüro eine Schulklasse aus Neubrandenburg angemeldet, die auf ihrer Ruhr-Tour auch Station im Kunstbunker macht.

Weitere Termine (3) anzeigen...
- Mittwoch, 9. April 2025, von 16 bis 19 Uhr
- Samstag, 12. April 2025, von 14 bis 17 Uhr
- Mittwoch, 16. April 2025, von 16 bis 19 Uhr