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Die Gewerkschaft ver.di ruft am Montag, 24. Februar 2025, zu weiteren Streiks im öffentlichen Dienst auf.

ver.di-Beschäftigte legen Arbeit am 24. Februar 2025 nieder

Weitere Streiks im öffentlichen Dienst

Die Gewerkschaft ver.di kündigt für Montag, 24. Februar 2025 weitere betriebsnahe Streikmaßnahmen in Herne an. Die Tarifverhandlungen für die mehr als 2,5 Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen waren, am Dienstag (18.2.2025) in Potsdam in zweiter Runde erneut ergebnislos vertagt worden. Mit den Streikmaßnahmen setzt ver.di ein Zeichen für eine bessere Bezahlung und einen attraktiveren öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen und gegen das Mauern der Arbeitgeberseite.

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Der ver.di Gewerkschaftssekretär Eric Lobach, erklärt: „Unsere Warnstreiks sind die Reaktion auf die Verweigerungshaltung der Arbeitgeberseite. Anders als zum Beispiel in der letzten Tarifrunde, waren die Arbeitgeber noch nicht einmal in der Lage konkrete eigene Forderungen einzubringen, geschweige denn ein Angebot vorzulegen. Und dass, obwohl unsere Forderungen seit dem 7. Oktober 2024 bei denen auf dem Tisch liegen. Das ist unverantwortlich.“

Wer zum Streik aufgerufen ist

Zu dem ganztägigen Warnstreik sind Tarifbeschäftigte, Auszubildende, Studierende und Praktikanten bei der Stadtverwaltung Herne, dem Jobcenter Herne, der Herner Bädergesellschaft mbH, der Herner Gemeinnützigen Beschäftigungsgesellschaft sowie der Revierpark Gysenberg GmbH aufgerufen. Die Schwimmbäder der Herner Bädergesellschaft sollen aber öffnen (halloherne berichtete). Die Streikenden treffen sich um 9 Uhr am Willi-Pohlmann-Platz vor dem Herner Kulturzentrum.

Beim Warnstreik werden die Streikenden auch der Verletzten und Verstorbenen von München gedenken. Während die Streikenden aus Herne am Donnerstag (13.2.2025) gemeinsam mit 5.000 weiteren ver.di Streikenden in Gelsenkirchen auf der Straße waren, endete in München der Warnstreik von knapp 2.000 ver.di Streikenden auf brutalste Weise. In das Ende eines Demonstrationszuges raste ein Mann mit einem Auto. Er verletzte 37 Menschen zum Teil schwerst, darunter auch ein zweijähriges Kind und seine 37-Jährige Mutter, die beide am 15. Februar, ihren schweren Verletzungen erlegen sind.

Zutiefst erschüttert nach Münchner Attentat

„Ver.di Herne ist zutiefst erschüttert und fassungslos angesichts des Todes unserer Kollegin Amel und ihrer zweijährigen Tochter Hafsa. Wir trauern mit den Angehörigen und der gesamten Familie, sind in Gedanken bei ihnen und wünschen ihnen so viel Kraft, die sie nun dringend brauchen. Für die Gewerkschaft ver.di in Herne steht aber fest: Die Notwendigkeit, wenn es sein muss die Arbeit niederzulegen und in den Streik zu treten, werden wir uns durch einen solchen hinterhältigen islamistischen Anschlag nicht nehmen lassen“, heißt es weiter. Die dritte Runde der Tarifverhandlungen findet von Freitag bis Sonntag, 14. bis 16. März 2025 in Potsdam statt.

Update, Freitag (21.2.2025), 13:20 Uhr: Einschränkungen bei der Stadt angekündigt

Bei der Stadt gibt es ebenfalls Einschränkungen. Sollte der Dienstbetrieb aufgrund des Streiks nicht aufrechterhalten werden können, sind Schließungen von städtischen Dienststellen möglich. Betroffen sind alle 20 Kindertageseinrichtungen und die drei „Kleinen Kitas“ der Stadt. Da eine Notbetreuung erst bei mehrtägigen Streiks eingerichtet wird, sollten sich Eltern und Erziehungsberechtigte daher darauf einstellen, dass an diesem Tag die Türen geschlossen bleiben.

Die Stadt Herne bittet die Bürger darum, geplante Behördenbesuche auf andere Tage zu verlegen. Auch bereits mit der Stadt Herne vereinbarte Termine könnten von den Einschränkungen betroffen sein.

Der öffentliche Dienst legt die Arbeit nieder.

Die Abteilungen Ausländer- und Staatsangehörigkeitswesen und das Standes- und Versicherungsamt haben voraussichtlich geöffnet. Bürger sollten sich jedoch auf längere Wartezeiten und Einschränkungen einrichten. Die Abteilung Einwohnerwesen und Bürgerberatung bleibt an den Standorten Herne und Wanne wegen des Warnstreiks geschlossen. Bürger, die lediglich eine Meldebescheinigung benötigen, sollten auf das Online-Formular auf der Internetseite des Einwohnerwesens zurückgreifen. Beim Straßenverkehrsamt können am 24. Februar 2025 wegen des Warnstreiks nur bereits vereinbarte Termine wahrgenommen werden.

Auch das Schloss Strünkede, das Heimatmuseum, die Bibliothek und die städtischen Sporthallen bleiben geschlossen. Die Bibliothek in Wanne wird hingegen geöffnet sein, ebenfalls wird der Bücherbus fahren. Wegen des Warnstreiks müssen am Montag alle Veranstaltungen der Volkshochschule ausfallen. Die Musikschule wird zwar öffnen, allerdings kann es zu Unterrichtsausfällen kommen. Welche Kurse stattfinden, wird rechtzeitig über die Musikschul-App und auf der Homepage der Stadt Herne bekannt gegeben.

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  • Montag, 24. Februar 2025, um 9 Uhr
Freitag, 21. Februar 2025 | Quelle: ver.di