
Kunstvortrag im Schloss Strünkede
Zum 100. Todestag von Maler Lovis Corinth
Farben und Formen erwachen zum Leben, wenn die Werke von Lovis Corinth betrachtet werden. Der Förderverein „Freunde des Emschertal-Museums“ lädt zu einem Vortrag ein. Die Bochumer Kunsthistorikerin Dr. Birgit Poppe wird in ihrem Vortrag über das Leben des Künstlers berichten und viele seiner Werke vorstellen.
Die Veranstaltung findet am Donnerstag, 10. April 2025, um 19 Uhr im Schloss Strünkede, Karl-Brandt-Weg 5, statt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Corinth leitete die Moderne ein
Lovis Corinth, geboren im Jahr 1858 und verstorben im Jahr 1925, zählt zu den bedeutendsten deutschen Malern, die die Kunstszene in Deutschland nachhaltig beeinflussten. Gemeinsam mit Max Liebermann, Max Slevogt und Walter Leistikow leitete er in Berlin die Moderne ein, obwohl seine Werke stark im Realismus des 19. Jahrhunderts verwurzelt sind. Corinth ist vor allem als Impressionist bekannt, der sich später zum Expressionisten entwickelte.
Als Lehrer prägte er zahlreiche Maler, darunter August Macke, und unterrichtete auch Frauen wie Charlotte Berend, die später seine Ehefrau wurde. In seiner charakteristischen, dynamischen Malweise schuf Corinth zahlreiche Selbstbildnisse, Porträts, Aktbilder, Stillleben und Landschaften, darunter die berühmten Bilder vom Walchensee.